Deutsch (DE-CH-AT)English (United Kingdom)


Tel.: 038789 / 879-0
Fax: 038789 / 60283


Ansprechpartner
Aktuelles



Report 2011

Banner

Broschüre

Banner

Anfahrt


WDM Wolfshagen auf einer größeren Karte anzeigen

Imagefilm 7:85

Get Adobe Flash player

Kurzfilm 0:30

Get Adobe Flash player

Was nach 2014 kommt, ist noch unklar

Edelgard Schimko zog im Kreiswirtschaftsausschuss eine positive Bilanz

 

WOLFSHAGEN - Die Ausschussmitglieder standen noch ganz unter dem Eindruck der Firmenbesichtigung. Über eine Stunde lang führte Ernst Hüffmeier die Lokalpolitiker durch die Werkshallen der Wolfshagener Draht- und Metallverarbeitung (WDM), und diese kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, was seit der Wende aus dem ehemaligen Geflügelgitterhersteller geworden ist.

 


Finanzausstattung:

  • Insgesamt 12,75 Millionen Euro standen bislang für das Regionalbudget zur Verfügung.
  • Der Europäische Sozialfonds steuerte 7,71 Millionen Euro bei.
  • Die frühere Arge, heute das Jobcenter Prignitz, beteiligte sich mit Leistungen im Wert von 3,59 Millionen Euro
  • An Drittmitteln flossen 1,31 Millionen Euro.
  • Der Eigenanteil des Landkreises Prignitz beträgt 0,14 Millionen Euro

Angesichts dessen geriet das Hauptthema der Beratung, zu der sich alle im Anschluss an den Rundgang im WDM-Besucherraum trafen, fast ein wenig zur Nebensache. Denn Edelgard Schimko, zuständige Geschäftsbereichsleiterin in der Kreisverwaltung, informierte über die Ergebnisse der jüngsten Runde des Prignitzer Regionalbudgets. Sie endet im April, dann steht bereits die fünfte Auflage des Regionalbudgets an. Schimko verband ihren Vortrag gleich mit einer Gesamtbilanz für das ganze Projekt für den Zeitraum seit dem 1. Juli 2005: 237 Personen sind über Maßnahmen des Regionalbudgets bislang in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gelangt; 24 Menschen schafften den Übergang in eine berufliche Ausbildung, vier sogar in die Selbstständigkeit.

Was sich erst eher niedrig anhört, ist für Edelgard Schimko Grund zu großer Zufriedenheit. Insgesamt wurden über das Regionalbudget 160 Projekte zur direkten Integration von Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt angeschoben, und das zusammen mit 105 Arbeitgebern. Daran teilgenommen haben 442 Personen, von denen es eben jene 237 in eine Anschlussbeschäftigung schafften. Dabei handelt es sich insbesondere um den Prignitzer Arbeitstest in unterschiedlichen Ausführungen, denen allen eins gemeinsam ist: Sie dienen dazu, Arbeitssuchende und passende Arbeitgeber zusammenzubringen. Die Arbeitgeber verpflichten sich dabei sogar, zumindest einen Probanden in ein festes Arbeitsverhältnis zu übernehmen. Seit dem 1. März 2010, also in der Periode Regionalbudget IV, beteiligten sich 17 Unternehmen am Arbeitstest.

Beim zweiten Komplex des Regionalbudgets, der „Prignitzer Beschäftigungsmaßnahme“, geht es um finanzielle Unterstützung einiger Vorhaben von Kommunen und Vereinen. Diese floss seit 2005 für insgesamt 109 Projekte, an denen 1016 Personen teilgenommen haben. Auf diese Weise wurden 27 von ihnen auf einen Ausbildungsplatz vermittelt, 17 Teilnehmer gelangten darüber in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Schimko erklärte, dass nach den jüngsten Aussagen aus dem Arbeitsministerium das Regionalbudget bis 2014 weitergeführt werden kann. Was danach kommt, ist jedoch völlig unklar – niemand weiß, ob ab dann dafür noch Mittel zur Verfügung stehen.

Die Mitarbeiterinnen der drei Prignitzer Servicebüros des Regionalbudgets berieten in der zu Ende gehenden vierten Phase 21 Existenzgründer und 467 Arbeitslose, hatten Kontakt zu 408 Unternehmen und betreuten 1653 Teilnehmer der Teilprojekte.

Von Bernd Atzenroth / Märkische Allgemeine Zeitung vom 10. Februar 2011



DruckenE-Mail